Ein Kleid, das auf dem Kleiderbügel genau richtig aussieht, kann bei der Anprobe an Taille, Brust oder Schultern anders fallen. Deshalb ist der Unterschied zwischen Konfektionsgröße und Kleidergröße bei Damen mehr als nur eine Frage von Zahlen oder Buchstaben. Besonders wenn Sie ein Outfit für eine Hochzeit, eine Gala oder einen wichtigen Geschäftstermin suchen, möchten Sie nicht nur, dass eine Größe passt, sondern dass Sie sich darin elegant und frei fühlen.
Konfektionsgröße versus Kleidergröße bei Damen: Was ist der Unterschied?
Die Konfektionsgröße ist die numerische Größe, die häufig für Damenkleidung verwendet wird, beispielsweise 34, 36, 38, 40 oder 42. Diese Größe basiert auf durchschnittlichen Körpermaßen und gibt eine erste Orientierung bei der Wahl eines Kleides, einer Hose, Blazers oder Rocks. In den Niederlanden findet man diese Nummerierung häufig in Kollektionen für Damen.
Kleidergröße ist ein umfassenderer Begriff. Damit meinen wir alle Größenangaben, die eine Marke verwendet: Konfektionsgrößen, aber auch XS bis XXL, internationale Größen oder spezifische Passformgrößen. Eine Größe M sagt also nicht immer dasselbe aus wie Konfektionsgröße 40. Bei einer Marke fällt M wie 38–40 aus, während eine andere Marke dasselbe M als 40–42 betrachtet.
Die wichtigste Erkenntnis: Ein Größenetikett ist ein Ausgangspunkt, kein Urteil. Die Zahl auf Ihrem Kleidungsstück bestimmt nicht, wie gut ein Outfit an Ihnen aussieht. Das tut die richtige Passform.
Warum Damengrößen je nach Marke variieren können
Viele Frauen kennen das: In einem Kleid tragen Sie Größe 40, während Sie in einem anderen Kleid Größe 42 benötigen. Das bedeutet nicht, dass sich Ihr Körper verändert hat. Marken verwenden unterschiedliche Größentabellen, entwerfen für unterschiedliche Körperformen und wählen jeweils ihre eigenen Proportionen.
Ein figurbetontes Cocktailkleid einer Marke mit einer schlanken, europäischen Linienführung kann beispielsweise an der Taille enger ausfallen. Ein locker fallendes Kleid mit Stretch bietet hingegen mehr Platz und kann daher in Ihrer üblichen Größe bequem sitzen. Auch ein Blazer stellt andere Anforderungen als ein Kleid. Bei einem Blazer sind Schulterbreite und Platz an den Oberarmen oft entscheidend, während bei einem Kleid Brust, Taille und Hüften gemeinsam den Unterschied machen.
Auch die Herkunft einer Marke spielt eine Rolle. Italienische Größen fallen regelmäßig kleiner aus als niederländische Konfektionsgrößen. Bei internationaler Größenangabe kann zudem eine europäische 40 von einer britischen, amerikanischen oder französischen Größe abweichen. Achten Sie daher immer auf die Größeninformationen der jeweiligen Marke, anstatt blind von der Größe auszugehen, die Sie normalerweise kaufen.
Messen Sie Ihren Körper für eine bessere Wahl
Wer gezielt shoppt, profitiert von drei einfachen Maßen: Brust, Taille und Hüfte. Messen Sie mit einem flexiblen Maßband direkt am Körper oder über dünner Kleidung. Halten Sie das Band gerade, ziehen Sie es nicht zu fest und atmen Sie entspannt aus. So erhalten Sie ein Maß, das für eine Passformberatung nützlich ist.
Messen Sie Ihre Brust an der vollsten Stelle, Ihre Taille am schmalsten Teil Ihres Rumpfes und Ihre Hüften an der breitesten Stelle. Vergleichen Sie diese Angaben anschließend mit der Größentabelle der Marke. Fällt Ihre Brust in Größe 40 und Ihre Hüfte in Größe 42? Wählen Sie dann nicht automatisch die kleinere Größe, nur weil sich das auf dem Etikett besser anfühlt. Bei einem figurbetonten Modell ist meist ausreichend Platz an der breitesten Stelle entscheidend. Ein Kleid an der Taille einzustellen, ist oft möglich, aber zusätzlichen Platz an der Hüfte oder Brust zu schaffen, ist schwieriger.
Bei einem A-Linien-Kleid, einem weiteren Rock oder einem Modell mit einem locker fallenden Oberteil haben Sie mehr Spielraum. Dort kann die Größe manchmal besser auf Basis von Schultern und Brust bestimmt werden, da der Unterkörper weniger eng umschlossen wird. Es hängt also von der Silhouette ab, die Sie wählen.
Sehen Sie über den Umfang hinaus
Die Körperlänge ist mindestens genauso relevant wie der Umfang. Ein Midikleid fällt bei einer Frau elegant über das Knie und bei einer anderen Frau bis zur Mitte der Wade. Auch eine hohe Taille, ein langer Rücken oder breitere Schultern haben Einfluss darauf, wie ein Kleidungsstück fällt.
Achten Sie bei Kleidern mit einer festen Taillennaht darauf, wo diese Naht ansetzt. Sitzt sie auf Ihrer natürlichen Taille, sorgt das oft für eine schön definierte Silhouette. Fällt sie zu hoch oder zu tief, kann selbst ein besser passendes Kleid weniger bequem wirken. Bei einem Jumpsuit ist dies besonders wichtig: Die Länge des Oberteils bestimmt, ob Sie sich frei bewegen können und ob die Taille an der richtigen Stelle sitzt.
Passform, Stoff und Modell machen den Unterschied
Die Größe auf dem Etikett sagt wenig über das Tragegefühl aus. Material und Konstruktion bestimmen mit, ob ein Kleidungsstück schön anliegt. Jersey und Stretch-Travel-Qualität sind dehnbar und oft verzeihend. Crêpe ohne Stretch, Satin und ein gefüttertes Spitzenkleid haben weniger Elastizität und erfordern eine genauere Größenauswahl.
Ein Futter kann ein Kleid luxuriös fallen lassen, sorgt aber manchmal auch für weniger Stretch, als der Außenstoff vermuten lässt. Überprüfen Sie daher, ob sowohl das Kleid als auch das Futter Stretch enthalten. Ein Reißverschluss, der sich mühelos schließt, ist nicht automatisch ausreichend. Sie müssen sich hinsetzen, Ihre Arme bewegen und bequem atmen können, ohne dass der Stoff spannt oder hochrutscht.
Auch der Schnitt verdient Aufmerksamkeit. Ein Wickelkleid ist oft flexibel an Taille und Brust, muss aber gut schließen, damit Sie sich den ganzen Tag sicher fühlen. Ein Fit-and-Flare-Kleid betont die Taille und bietet Platz über den Hüften. Ein gerades Modell wirkt modern und raffiniert, benötigt aber die richtigen Schulter- und Hüftmaße, um nicht zu eng oder zu weit zu fallen. Für einen festlichen Anlass möchten Sie außerdem vermeiden, sich den ganzen Tag über ständig an der Kleidung ziehen zu müssen.
Welche Größe wählen Sie, wenn Sie zwischen zwei Größen liegen?
Liegen Sie genau zwischen zwei Größen, schauen Sie sich zuerst den Stoff und das Modell an. Bei einem figurbetonten Kleid ohne Stretch ist die größere Größe meist die vernünftigere Wahl. Sie behalten Ihre Bewegungsfreiheit und das Kleid fällt ruhiger. Eine erfahrene Schneiderin kann ein Kleidungsstück oft dezent einstellen, um eine raffinierte Passform zu erzielen.
Bei einem locker fallenden Kleid, einem Modell mit Gummizug in der Taille oder viel Stretch kann die kleinere Größe gerade schöner sein, solange Schultern und Brust gut anliegen. Schultern sind schwierig anzupassen und bestimmen stark, wie gepflegt ein Blazer, ein Kleid oder ein Top aussieht.
Schwanken Sie bei einer Hose zwischen Größen? Schauen Sie dann auf Taille und Oberschenkel. Eine Hose, die im Stehen gut sitzt, aber beim Sitzen einschneidet, ist keine gute Wahl. Bei einer Hose für die Arbeit oder einen formellen Anlass möchten Sie, dass der Bund schön flach bleibt, die Taschen nicht aufstehen und der Stoff an den Hüften nicht spannt.
Ziehen Sie es immer so an, wie Sie das Outfit tragen werden
Nehmen Sie bei der Anprobe die Schuhe, die Unterwäsche und das Shapewear mit, die Sie wahrscheinlich am Tag selbst tragen werden. Ein anderer BH kann die Position Ihrer Brust verändern, während Shapewear Einfluss darauf hat, wie ein Kleid an Taille und Hüften fällt. Bei einem langen Galakleid bestimmt zudem die Absatzhöhe, ob der Saum genau richtig sitzt.
Bewegen Sie sich auch bewusst in der Umkleidekabine. Setzen Sie sich, strecken Sie Ihre Arme nach oben, gehen Sie ein paar Schritte und sehen Sie, wie der Stoff reagiert. Ein Outfit für eine Hochzeit muss nicht nur wunderschön aussehen, wenn Sie vor dem Spiegel stehen, sondern sich auch bei einem Abendessen, beim Anstoßen und auf der Tanzfläche angenehm anfühlen.
Online auswählen oder persönlich anprobieren
Online-Shopping ist angenehm, wenn Sie Ihre Maße kennen und genau wissen, welche Passform zu Ihnen passt. Lesen Sie dann die Produktinformationen sorgfältig: Fällt ein Artikel normal, kleiner oder weiter aus? Ist Stretch enthalten? Wie lang ist das Modell? Kombinieren Sie diese Informationen mit Ihren eigenen Maßen und nicht ausschließlich mit Ihrer üblichen Konfektionsgröße.
Für einen besonderen Anlass kann eine persönliche Anprobe zusätzliche Sicherheit geben. Besonders bei einem Outfit für die Brautmutter oder den Bräutigam, einem Gala-Look oder einer kompletten Kombination aus Kleid, Blazer, Schuhen und Accessoires sehen Sie auf einen Blick, was Farben, Längen und Proportionen für Sie tun. Bei Dresses Boutique kann ein Termin helfen, verschiedene Modelle und Größen nebeneinander zu erleben, mit Augenmerk darauf, was Sie als angenehm und passend empfinden.
Gönnen Sie sich bei einem wichtigen Outfit den Raum, mehrere Größen anzuprobieren. Sobald ein Kleid Sie schön bewegen lässt, gut anliegt und Sie selbstbewusst nach draußen treten lässt, wissen Sie, dass Sie nicht nur die richtige Größe gewählt haben, sondern vor allem die richtige Ausstrahlung.